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Von der Holzfigur zum digitalen Marsmännchen

Von der Holzfigur zum digitalen Marsmännchen
Die Bedeutung verschiedener Spielformen in unserer Gesellschaft
„Das Spiel ist eine Tätigkeit, die ohne bewussten Zweck zum Vergnügen, zur Entspannung, allein aus Freude an ihrer Ausübung ausgeführt wird. (…) Spiel wird oft in der Gemeinschaft ausgeführt. Kognitive und motorische Entwicklung finden durch Spielen statt. Diese beinhalten grundlegend verschiedene Regeln und konkrete Handlungsabläufe, ob in Form von Spielregeln oder sozialer Interaktion.“ So lautet kurz gefasst die Definition und Bedeutung von „Spiel“ im Online-Lexikon Wikipedia.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten miteinander zu spielen. Am bekanntesten sind Gesellschaftsspiele, also z.B. Brettspiele ebenso wie Bewegungsspiele oder Wettkampfspiele, Denkspiele usw.
Kleinere Kinder auf dem Schulhof spielen miteinander gerne „Mama und Papa“, genauso wie Erwachsene z.B. Rommé spielen oder Volleyball in einem Verein und vieles andere – das Spektrum ist weit gefächert.
Die seit den 70er Jahren entwickelten Computerspiele, in ihrem Erscheinen und Genre sehr vielfältig, sind zunehmend zu gesellschaftlichen Diskussionsthemen geworden. Grundlegend gilt jedoch zu unterscheiden, von welcher Art von Spiel gesprochen wird und welchem Zweck diese dienen oder dienen könnten, um Unterschiede herauszuheben.
Computerspiele werden so stark kritisiert, wie kaum eine andere Spielform. Was aber unterscheidet im Wesentlichen altbekannte „konventionelle Spiele“ von den oftmals bemängelten Computerspielen. Welche Bedeutung haben sie in unserer Gesellschaft? Wo finden sich Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede?
Gemeinschaftsbildung oder Realitätsentfremdung?
Das oben genannte Zitat erfüllt sicherlich bedeutende Kriterien für sämtliche Spielformen. Das Spiel dient der Entwicklung und dem Erlernen von Interaktionsformen, fördert Motorik und Konzentrationsvermögen, bedeutet Gemeinschaft, ist wichtig für die so genannten „social skills“. Gerade Kinder profitieren viel vom Spiel. Genauso kann sie in beiderlei Hinsicht Ausdruck von Kontrollbedürfnis sein. Eine Abhängigkeit entsteht nicht nur bei Computerspielen, sondern zum Beispiel auch beim Pokern oder Skat.
Allerdings wird oft der Aspekt der Realitätsentfremdung diskutiert, der bei Computerspielen verstärkt zu Tage treten soll. Spielen bedeutet also nicht nur Integration in die Gemeinschaft, sondern auch Rückzug aus der Gemeinschaft. Es ist ein Unterschied, ob ein Spieler allein puzzelt, aufgrund fehlender Spielpartner allein Memory spielt oder in s.g. Ego-Shootern Gegner erschießt, die eben oft nicht kleine Strichmännchen sind, sondern in menschlicher Gestalt dargestellt werden. Eine interessante Frage ist, inwieweit Computerspiele Einfluss auf das Moralbewusstsein nehmen. Würde ich mich in der Realität anders verhalten als im Computerspiel? Welche beabsichtigt anderen Regeln gelten hier? Sind es nur die Spielregeln, die den Rahmen festlegen oder wirken gesellschaftliche Normen genauso auf das Verhalten des Spielers?
Stelle man sich folgende Situation vor: Eine Familie spielt „Das verrückte Labyrinth“. Würde ein Spieler in diesem Rahmen beim Verlieren der Runde anders reagieren, da er sich ja im Kreise der Familie befindet, als wenn er allein vor dem Computer sitzt und eine größere Palette an Reaktionsmöglichkeiten hat (aufgrund von Waffen, einprogrammierten Charakteristika oder der Möglichkeit einfach auf den Knopf zum Abschalten zu klicken)?
Zunehmend fehlende Kontrolle über das Spielverhalten
Computerspiele bieten einen größeren und teilweise unkontrollierbaren Rahmen an Reaktionsmöglichkeiten. Gerade die Tatsache der geringeren Kontrolle ist ein entscheidender Aspekt bei der Frage nach dem Unterschied von Wettkampfspielen, Gesellschaftsspielen, etc. und Computerspielen. Bei den verschiedenen Spielformen spielen nicht nur die Spielregeln des Spiels eine Rolle, sondern auch die sozialen Regeln der Gruppe, in welcher das Spiel gespielt wird. Bei Browsergames z.B. ist schwer zu kontrollieren, wer Zugriff auf ein Spiel besitzt. So ist dann auch nicht nachvollziehbar, ob das entsprechende Spiel die Altersfreigabe für den entsprechenden Spieler besitzt. Hier besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen konventionellem Spiel und Computerspiel, welcher sicherlich häufig eine der Ursachen der heute geführten Diskussionen über den negativen Einfluss von Computerspielen darstellt.
Medienmacht macht Medien. Macht Medienmacht auch Bildung?
Nun gibt es aber neben den so genannten „Gewaltspielen“ und Ego-Shootern auch so genannte Serious Games oder auch Lernspiele, genauso wie elektronische Brettspiele oder Knobelspiele, welche einen hohen Stellenwert in der Pädagogik einnehmen und sicherlich poitiven Einfluss auf die Gesellschaft nehmen können.
Medienpädagogik umfasst den gesamten Einsatz von Medien im Bildungsbereich, hierzu zählen auch Computerspiele. Wo vor einigen Jahren noch Galgenraten und Quiz-Spiele im Unterricht für die Vermittlung von Wissen genutzt wurden, sitzen viele Kinder heute vermehrt vor den PCs und üben die deutsche Grammatik oder den Grundwortschatz Latein mit Hilfe des kleinen Kobolds oder dem Trickfilmmädchen auf dem Bildschirm und lernen die Natur mit Peter Lustig auf der Löwenzahn-Spiele-DVD kennen.
Der Einsatz dieser Medien im Bildungsbereich hat sicherlich sowohl Vorteile als auch Nachteile, ermöglicht jedoch einen unkomplizierten Zugriff auf Lerninhalte (soweit man die Techniken und den Umgang mit dem PC beherrscht) und eine interaktive Form der Wissensvermittlung, jedoch beklagen einige Personen zurecht, dass das Erforschen der Natur auf dem Bildschirm sicherlich nicht zweckdienlich ist.
Spaß für Jung, Spaß für Alt?
Es lassen sich nicht nur Kinder von Computerspielen begeistern, auch Erwachsene entdecken oder erweitern zunehmend den Spaß am Spielen und entwickeln neue Interessen. Hierzu zählen vor allem die Computerspiele World of Warcraft oder Everquest. Bei einigen sind aber auch Klassiker wie Solitär, Mamba oder Mahjong. Auch Quizspiele oder Rätselspiele, die oftmals kostenlos im World wide Web verfügbar sind erfreuen sich hoher Beliebtheit.
Auch für Veranstaltungen verschiedener Art werden Spiele verschiedener Arten und Genres genutzt – sie haben also nicht nur einen gesellschaflich-kulturellen, sondern auch einen wirtschaftlichen Nutzen. Die verschiedenen Wirtschaftsunternehmen und Formen profitieren zunehmend von der Nutzung und Entwicklung von Computerspielen. Man bedenke, dass die Hardwareentwicklung der PCs großteils durch die Möglichkeit des PC-Spiels geleitet und gefördert wurde.
Jedoch spaltet sich hier die Gesellschaft: Viele Menschen der noch nicht so viel älteren Generation sind von dem umfangreichen Angebot der Computerspiele und der Computerkenntnisse, die hierfür benötigt werden doch überfordert und fühlen sich verloren in der zunehmend digitalisierten Spielewelt. Da greift man dann doch lieber auf das altbekannte Schachspiel zurück, das man einfach aus dem Schrank nehmen und in gewohnter Weise aufstellen kann und sich von den Kindern nicht erklären lassen muss, wie man nach Einschalten des Computers in der Menüleiste von Windows in den Ordner des Spiels gelangt und dieses öffnet und welche Buchstaben die Personen in welche Richtung bewegen und einem die Spielkarten bei der Mausbewegung nicht ständig zurück auf den Stapel rutschen… Dann ist Spielen sicherlich mehr Stress als Entspannung und Abwechslung vom gewohnten Alltag.
Nützliche Links:
familienhandbuch.de (Spielpädagogik)
bildungsserver.de (zu Computerspielen und weitere interessante Links)
spiel-viel.de (Spielvorschläge und interessante Inhalte zur Geschichte des Spiels und Spielens)

Die Bedeutung verschiedener Spielformen in unserer Gesellschaft

„Das Spiel ist eine Tätigkeit, die ohne bewussten Zweck zum Vergnügen, zur Entspannung, allein aus Freude an ihrer Ausübung ausgeführt wird. (…) Spiel wird oft in der Gemeinschaft ausgeführt. Kognitive und motorische Entwicklung finden durch Spielen statt. Diese beinhalten grundlegend verschiedene Regeln und konkrete Handlungsabläufe, ob in Form von Spielregeln oder sozialer Interaktion.“ So lautet kurz gefasst die Definition und Bedeutung von „Spiel“ im Online-Lexikon Wikipedia.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten miteinander zu spielen. Am bekanntesten sind Gesellschaftsspiele, z.B. Brettspiele ebenso wie Bewegungsspiele oder Wettkampfspiele, Denkspiele usw.

Kleinere Kinder auf dem Schulhof spielen miteinander gerne „Mama und Papa“, genauso wie Erwachsene z.B. Rommé spielen oder Volleyball in einem Verein und vieles andere – das Spektrum ist weit gefächert.

Die seit den 70er Jahren entwickelten Computerspiele, in ihrem Erscheinen und Genre sehr vielfältig, sind zunehmend zu gesellschaftlichen Diskussionsthemen geworden. Grundlegend gilt jedoch zu unterscheiden, von welcher Art von Spiel gesprochen wird und welchem Zweck diese dienen oder dienen könnten, um Unterschiede herauszuheben.

Computerspiele werden so stark kritisiert, wie kaum eine andere Spielform. Was aber unterscheidet im Wesentlichen altbekannte „konventionelle Spiele“ von den oftmals bemängelten Computerspielen. Welche Bedeutung haben sie in unserer Gesellschaft? Wo finden sich Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede?

Gemeinschaftsbildung oder Realitätsentfremdung?

Das oben genannte Zitat erfüllt sicherlich bedeutende Kriterien für sämtliche Spielformen. Das Spiel dient der Entwicklung und dem Erlernen von Interaktionsformen, fördert Motorik und Konzentrationsvermögen, bedeutet Gemeinschaft, ist wichtig für die so genannten „social skills“. Gerade Kinder profitieren viel vom Spiel. Genauso kann es in beiderlei Hinsicht Ausdruck von Kontrollbedürfnis sein. Eine Abhängigkeit entsteht nicht nur bei Computerspielen, sondern zum Beispiel auch beim Pokern oder Skat.

Allerdings wird oft der Aspekt der Realitätsentfremdung diskutiert, der bei Computerspielen verstärkt zu Tage treten soll. Spielen bedeutet also nicht nur Integration in die Gemeinschaft, sondern auch Rückzug aus der Gemeinschaft. Es ist ein Unterschied, ob ein Spieler allein puzzelt, aufgrund fehlender Spielpartner allein Memory spielt oder in s.g. Ego-Shootern Gegner erschießt, die eben oft nicht kleine Strichmännchen sind, sondern in menschlicher Gestalt dargestellt werden. Eine interessante Frage ist, inwieweit Computerspiele Einfluss auf das Moralbewusstsein nehmen. Würde ich mich in der Realität anders verhalten als im Computerspiel? Welche beabsichtigt anderen Regeln gelten hier? Sind es nur die Spielregeln, die den Rahmen festlegen oder wirken gesellschaftliche Normen genauso auf das Verhalten des Spielers?

Stelle man sich folgende Situation vor: Eine Familie spielt „Das verrückte Labyrinth“. Würde ein Spieler in diesem Rahmen beim Verlieren der Runde anders reagieren, da er sich ja im Kreise der Familie befindet, als wenn er allein vor dem Computer sitzt und eine größere Palette an Reaktionsmöglichkeiten hat (aufgrund von Waffen, einprogrammierten Charakteristika oder der Möglichkeit einfach auf den Knopf zum Abschalten zu klicken)?

Zunehmend fehlende Kontrolle über das Spielverhalten

Computerspiele bieten einen größeren und teilweise unkontrollierbaren Rahmen an Reaktionsmöglichkeiten. Gerade die Tatsache der geringeren Kontrolle ist ein entscheidender Aspekt bei der Frage nach dem Unterschied von Wettkampfspielen, Gesellschaftsspielen, etc. und Computerspielen. Bei den verschiedenen Spielformen spielen nicht nur die Spielregeln des Spiels eine Rolle, sondern auch die sozialen Regeln der Gruppe, in welcher das Spiel gespielt wird. Bei Browsergames z.B. ist schwer zu kontrollieren, wer Zugriff auf ein Spiel besitzt. So ist dann auch nicht nachvollziehbar, ob das entsprechende Spiel die Altersfreigabe für den entsprechenden Spieler besitzt. Hier besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen konventionellem Spiel und Computerspiel, welcher sicherlich häufig eine der Ursachen der heute geführten Diskussionen über den negativen Einfluss von Computerspielen darstellt.

Medienmacht – Macht Medien. Macht Medienmacht auch Bildung?

Nun gibt es aber neben den so genannten „Gewaltspielen“ und Ego-Shootern auch so genannte Serious Games oder auch Lernspiele, genauso wie elektronische Brettspiele oder Knobelspiele, welche einen hohen Stellenwert in der Pädagogik einnehmen und sicherlich poitiven Einfluss auf die Gesellschaft nehmen können.

Medienpädagogik umfasst den gesamten Einsatz von Medien im Bildungsbereich, hierzu zählen auch Computerspiele. Wo vor einigen Jahren noch Galgenraten und Quiz-Spiele im Unterricht für die Vermittlung von Wissen genutzt wurden, sitzen viele Kinder heute vermehrt vor den PCs und üben die deutsche Grammatik oder den Grundwortschatz Latein mit Hilfe des kleinen Kobolds oder dem Trickfilmmädchen auf dem Bildschirm und lernen die Natur mit Peter Lustig auf der Löwenzahn-Spiele-DVD kennen.

Der Einsatz dieser Medien im Bildungsbereich hat sicherlich sowohl Vorteile als auch Nachteile, ermöglicht jedoch einen unkomplizierten Zugriff auf Lerninhalte (soweit man die Techniken und den Umgang mit dem PC beherrscht) und eine interaktive Form der Wissensvermittlung, jedoch beklagen einige Personen zurecht, dass das Erforschen der Natur auf dem Bildschirm sicherlich nicht zweckdienlich ist.

Spaß für Jung, Spaß für Alt?

Es lassen sich nicht nur Kinder von Computerspielen begeistern, auch Erwachsene entdecken oder erweitern zunehmend den Spaß am Spielen und entwickeln neue Interessen. Hierzu zählen vor allem die Computerspiele World of Warcraft oder Everquest. Bei einigen sind es aber auch Klassiker wie Solitär, Mamba oder Mahjong. Auch Quizspiele oder Rätselspiele, die oftmals kostenlos im World wide Web verfügbar sind, erfreuen sich hoher Beliebtheit.

Auch für Veranstaltungen verschiedener Art werden Spiele verschiedener Arten und Genres genutzt – sie haben also nicht nur einen gesellschaflich-kulturellen, sondern auch einen wirtschaftlichen Nutzen. Die verschiedenen Wirtschaftsunternehmen und Firmen profitieren zunehmend von der Nutzung und Entwicklung von Computerspielen. Man bedenke, dass die Hardwareentwicklung der PCs großteils durch die Möglichkeit des PC-Spiels geleitet und gefördert wurde.

Jedoch spaltet sich hier die Gesellschaft: Viele Menschen der noch nicht so viel älteren Generation sind von dem umfangreichen Angebot der Computerspiele und der Computerkenntnisse, die hierfür benötigt werden doch überfordert und fühlen sich verloren in der zunehmend digitalisierten Spielewelt. Da greift man dann doch lieber auf das altbekannte Schachspiel zurück, das man einfach aus dem Schrank nehmen und in gewohnter Weise aufstellen kann und sich von den Kindern nicht erklären lassen muss, wie man nach Einschalten des Computers in der Menüleiste von Windows in den Ordner des Spiels gelangt und dieses öffnet und welche Buchstaben die Personen in welche Richtung bewegen oder einem die Spielkarten bei der Mausbewegung nicht ständig zurück auf den Stapel rutschen… Dann ist Spielen sicherlich mehr Stress als Entspannung und Abwechslung vom gewohnten Alltag.

Nützliche Links:

Wer Interesse an der Entwicklung und Geschichte des Spielens hat oder unterhaltsame Spiele sucht, findet u.a. auf den folgenden Links interessante Infos und Ideen.

familienhandbuch.de (Spielpädagogik)

www.bildungsserver.de (zu Computerspielen und weitere interessante Links)

www.spiel-viel.de (Spielvorschläge und interessante Inhalte zur Geschichte des Spiels und Spielens)