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Realitätsverlust durch PC-Games?

Im heutigen Zeitalter einen Computer zu besitzen, gehört für fast jedermann selbstverständlich dazu, ob zum Arbeiten oder zur Freizeitgestaltung genutzt. Vor allem die Jugend verbringt viel Zeit vor dem PC um Games zu spielen. Aber einmal angefangen, ist es nicht so leicht wieder aufzuhören! Der Göttinger Hirnforscher Gerald Hüther sagt, dass der exzessive Gebrauch von PCs tiefe Spuren im Gehirn hinterlässt und zur Sucht oder gar zum Verlust des Realitätssinns führt.

Aus dem Nichts kommt die Frage nicht, denn allein in Deutschland werden mehr als 100 000 junge Menschen als computersüchtig bezeichnet. Von Computerspielen sind vor allem Männer im Alter von 15 bis 25 Jahren abhängig (Studie Humboldt Universität Berlin).

Aber wie kommt es überhaupt dazu? Gründe, warum Menschen Computerspiele spielen, gibt es viele: einfach zur Entspannung, aus Spaß, oder aber auch um sich aufgrund von Problemen aus der realen Welt in eine virtuelle Welt zu flüchten. Ängste, soziale Unsicherheiten, mangelndes Selbstvertrauen und Depressionen werden verdrängt. Der Spieler bekommt Kontrolle, Anerkennung und Wertschätzung. Sucht und Abhängigkeit gewinnen die Überhand (siehe unsere Umfrage).

Woran erkennt man eine Computerspielsucht? Es sind die typischen Merkmale: ständiges spielen vor dem Computer, das Zeitgefühl kommt abhanden, Entzugserscheinungen treten auf wie Nervosität, Schweißausbrüche, soziale und geschäftliche Kontakte werden vernachlässigt. Betroffene finden sich oft in der realen Welt nicht mehr zurecht. All das ist nicht zu unterschätzen. Sie müssen versuchen die Zeit, in der sie online sind, zu verringern, sich alternative Beschäftigungen zu suchen und bestehende private oder andere seelische Probleme zu lösen.

Ratgeber für Betroffene:

www.webaholic.info

Interessante Artikel zum Thema Computerspielsucht mit Fallbeispielen zum Reinschauen findet ihr unter:

www.spiegel.de/kultur/gesellschaft

www.morgenpost.de/ratgeber/technik



Welche Spiele wirken sich positiv/negativ aus?

Actionspiele (z.B. Ego-Shooter):

Viele gehen davon aus, dass Ego-Shooter Games nur negative Auswirkungen auf den Menschen ausüben. Die häufigsten negativen Auswirkungen sind Gewaltverherrlichung bzw. Gewaltverharmlosung und Aggressionssteigerung. Es gibt aber auch Studien die beweisen, dass es auch durchaus positiv auf Menschen wirken kann.

 

Hier ein paar Beispiele: 

  • können die Auffassungsgabe und die Hand-und Augen-Koordination verbessern
  • steigern das Reaktions- und Sehvermögen zum Beispiel nach einem Schlaganfall
  • Aggressionen können abgebaut werden und die räumliche Wahrnehmung wird verbessert

 

Adventurespiele:

  • verharmlosen Gewalt, steigern das Reaktionsvermögen und fördern die Kreativität

 

Strategiespiele:

  • verharmlosen häufig die Gewalt
  • fördern die Kreativität und das räumliche Vorstellungsvermögen

 

Sportspiele:

  • steigern das Reaktionsvermögen und verbessern die Auge-Hand-Koordination 

 

Sonstige PC-Spiele (Bsp.): 

  • Puzzle (Verbesserung des räumlichen Vorstellungsvermögens)
  • Lernspiele (Lernerfolg und Wissensvermittlung)

 

 

Hier ein paar Beispiele für allgemeine Auswirkungen von Computerspiele:

 

positive Auswirkungen:

  • Aggressionsabbau
  • steigern die Reaktionsgeschwindigkeit und das räumliche Vorstellungsvermögen,
  • sowie die Hand- und Augen-Koordination
  • verbessern die Auffassungsgabe
  • Wissensvermittlung, Lernerfolg
  • fördert die Kreativität

 

negative Auswirkungen:

  • Spielsucht
  • Realitäts- und Kontrollverlust
  • Schlafstörungen
  • Aggressionsförderung durch Gewalt in Spielen (Gewaltverharmlosung/ Gewaltverherrlichung)
  • Haltungsschwächen und -schäden (besonders bei Kindern)
  • Bewegungsmangel (z.B. Übergewicht, Kopf- und Rückenschmerzen)
  • Vernachlässigung anderer Interessen und sozialer Bindungen

 

 

 

 

Quellen:

Universität Ulm – Auswirkungen von Computerspielen

www.medienbewusst.de – gesundheitliche Auswirkungen von Computerspielen

de.wikipedia.org – Ego-Shooter